Hallo!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Rettungshundearbeit.

Hunde retten Leben! Die Supernasen sind nicht nur der beste Freund des Menschen, sie sind auch bemerkenswerte Helfer im Notfall!

Hier erhalten Sie umfangreiche Informationen über unsere Arbeit, die Staffelmitglieder und die Ausbildung unserer Hunde.

Informieren Sie sich und unterstützen Sie uns!
Jede Spende hilft, damit wir Ihnen helfen können.

Viel Spaß beim Schnüffeln!

Warum Rettungshunde?

Der Mensch hat ca. 5-10 Millionen Riechsinneszellen.

Ein Schäferhund hat ca. 225 Millionen, ein Beagle 300 Millionen, der Bloodhound sogar mehr als 500 Millionen Riechsinneszellen.

Laborversuche haben gezeigt, dass die Nase des Hundes Moleküle in einer solch geringen Menge wahrnehmen kann, die einer Konzentration von 1:10  – 18 entspricht.
Wenn Sie mit dieser Zahl nicht viel anfangen können, hier ein Vergleich: ein geübter Hund kann 2 Sandkörner auf einem 500 Meter langen, 50 Meter breiten und 50 cm tiefen Sandstrand wieder finden.

Der Flächensuchhund läuft so genannte Schläge der Bögen mit der Nase im Wind, hierbei durchstreift er in ca. 20 – 60 m weiten kreisförmigen Bögen das Gelände und kehrt immer wieder zum Hundeführer zurück. Er filtert dabei mit seiner Nase „menschlichen Geruch“ aus dem Wind.

Der Körper des Menschen verliert ständig eine Kombination von Haaren, Hautschuppen, Schweiß und anderen menschlichen Sekreten wie Speichel, Atemluft etc. Pro Stunde streift ein Mensch von jedem Finger 10.000 geruchvolle Hautzellen ab. Die darin enthaltene Buttersäure, Harn- und Essigsäure kann ein Hund eine Million Mal besser riechen als wir, Harnsäure zwei und Essigsäure sogar 100 Millionen Mal! Die verlorenen Partikel „segeln“ zu Boden und sie werden auch wie eine Geruchswolke mit der Luft transportiert.

Diesen Geruch kann ein gut ausgebildeter Hund je nach Wind bzw. Luftströmung auf weite Entfernung wahrnehmen.
Sie können diese Fettsäure selbst dann noch registrieren, wenn in 1 Milliliter Luft nur 10.000 Moleküle davon enthalten sind – wir brauchen dafür 10 Millionen.
Rettungshunde sind Hochwindsucher und nehmen Witterung in der Luft auf. Sie halten ihre Nase hoch in den Wind, um die gesuchte Duftwolke zu lokalisieren.

Sie arbeiten losgelöst von Fußspuren oder dem Geruchsmuster einer bestimmten Person und zeigen jeden Menschen an, der sich in charakteristischer Position befindet

Die Ausbildung

Die Ausbildung des Hundes erfolgt durch gezieltes Ausnutzen und Umlenken des beim Hund vorhandenen Beute- und Stöbertriebes. Hierbei wird ausschließlich mit positiver Verstärkung gearbeitet, gilt es doch den Hund zur Erfüllung seiner Aufgabe zu motivieren. Ein Rettungshund begreift die Natur und Bedeutung seiner Aufgabe im Einsatz nicht. Für ihn ist die Suche nach vermissten Personen in unwegsamem Gelände ein Spiel, an dessen Ende eine Belohnung wartet, wie in den vielen Übungseinheiten zuvor.
Besonders gut für diese Arbeit geeignet sind mittelgroße Hunde mit gutem Sozialverhalten gegenüber Hund und Mensch und großer Arbeitsfreude.
Ziel der Ausbildung ist es, ein eingespieltes Team aus Hundeführer(in) und Hund zu formen, das auch in extremen Stresssituationen alle erforderlichen Aufgaben zuverlässig erfüllen kann.

Der Hundeführer wird in einer mehrjährigen Ausbildung sorgfältig auf seine Aufgaben vorbereitet. Neben einer Sanitätsausbildung werden auch Kenntnisse in Hundekunde, Funk, Orientierung im Gelände, Einsatztaktik und erster Hilfe am Hund vermittelt. Im Einsatz ist der Hundeführer hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Gesundheit und körperliche Fitness sowie seelische Ausgeglichenheit sind daher wichtige Voraussetzungen, um diese anspruchsvolle Tätigkeit erfolgreich durchzuführen. Am Ende der Grundausbildung steht eine Einsatzfähigkeitsprüfung für Hund und Hundeführer. Nur erfolgreich geprüfte Teams werden im Ernstfall eingesetzt. Der Ausbildungsstand wird alle 18 Monate in Wiederholungsprüfungen kontrolliert.
Die Ausbildung eines Rettungshundes kann nur gelingen, wenn jeder für seine Kameraden als engagierter Helfer zur Verfügung steht. Wer nur Freude an der Arbeit mit seinem „eigenen“ Hund hat, eignet sich nicht für eine Rettungshundestaffel, hier ist Teamgeist gefragt!

Der Hundeführer wird darin ausgebildet, zusammen mit seinem Hund ein Gebiet selbständig abzusuchen und jede darin befindliche Person, die sich untypisch verhält, anzuzeigen.
Dieses Anzeigen kann einerseits durch Verbellen geschehen, was bedeutet, dass der Hund in unmittelbarer Nähe der aufgefundenen Person verbleibt und so lange bellt, bis der Hundeführer am Auffindeort eintrifft. Eine weitere Anzeigeart ist das Rückverweisen. Hierbei läuft der Hund zum Hundeführer zurück und bellt oder springt ihn an, um den Fund kundzutun. Der Hundeführer leint seinen Hund an und lässt sich auf direktem Weg zur aufgefundenen Person führen. Eine dritte Anzeigeart ist das Bringseln. Dabei nimmt der Hund beim Auffinden einer Person ein am Halsband befestigtes Bringsel ins Maul und kehrt zum Hundeführer zurück um den Fund zu signalisieren. Auch bei dieser Verweisart führt der dann angeleinte Hund den Hundeführer zur aufgefundenen Person zurück.

Mitmachen kann jeder

Ob mit oder ohne Hund!
Wie?

Ganz einfach:
Als Helfer oder Rettungshundeteam.
Die besten Voraussetzungen für den Helfer und Hundeführer sind Spaß an der Arbeit mit dem Hund und in der Gruppe.

TEAMGEIST wird bei uns ganz groß geschrieben. Denn nur Zusammen können wir etwas erreichen!

Keine Scheu vor schlechtem Wetter oder heißen Temperaturen.
Der Hundeführer muss körperlich und psychisch belastbar sein. Da die Ausbildung sehr, sehr zeitintensiv ist, sollte er engagiert und tolerant sein und vielleicht nicht zu viele andere Hobbys haben.
Damit ein Hund lernt, dass er Menschen suchen soll, muss man Menschen verstecken: Das sind die Helfer. Sie sind während der Ausbildung sogar wichtiger als der Hundeführer, denn sie loben und motivieren den Hund im Versteck.
Später bildet er mit Hund und Hundeführer ein Team und begleitet sie im Einsatz.

Jeder, der Hunde mag, Durchhaltevermögen besitzt und den auch ein bisschen Abenteuer nicht schreckt – dunkle Abbruchhäuser, Erdhöhlen und Gebüsch – kann als Helfer aktiv werden.

Auch ohne eigenen Hund kann man so hautnah den Umgang mit Hunden erleben.

Wenn Du neugierig geworden bist und mehr erfahren möchtest ob diese Arbeit für Dich und Deinen Hund geeignet ist, dann melde Dich einfach bei uns.